der Gedanken ic.
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rer Sitten/ einigermaßen erklären, wen mir er-laubt ist/ dieselbe auf die Nation überhaupt zu deu-ten. Den die Verfassung in Sparta war fast inallen Stuken von der übrigen Griechen ihrer ver-schieden. „Die Spartaner/ sagt Perikles/su-„ chen von ihrer Jugend an durch gewaltsame Übun-„ gen eine mänliche Stärke zu erlangen; wir aber„ leben in einer gewissen Nachläßigkeit/ und wir wa-,, gen uns nichts desto weniger in eben so große Ge-„ sährlichkeiten; und da wir mehr mit Muße/ als„ mit langer Überdenkung der Unternehmungen/ und„nicht sowohl nach GesezeN/ als' durch eine groß-„ müthige Freiwilligkeit der Gefahr entgegen gehe»/„ so ängstigen wir uns nicht über Dinge / die uns„ bevorstehen/ und wen sie wirklich über uns kom-„ men/ so sind wir nicht weniger kühn/ sie zu er-fragen / als diejenigen/ welche sich durch eine an-„ haltende Übung dazu anschiken. Wir lieben die„ Zierlichkeit ohne Übermaß/ und die Weisheit ohne„ Weichlichkeit. Unser Vorzügliches ist/ daß wir„ zu großen Unternehmungen gemachet sind. "
§. 21. Ich tan und will nicht behaupten/ daßalle Griechen gleich schön gewesen sind: unter denGriechen vor Troja war nur ein Thersites. Die-ses aber ist merkwürdig / daß in den Gegenden/ wodie Künste geblühet haben / auch die schönsten Men-schen gezeuget worden. Theben war unter einemdiken Himmel gelegen/ 2) und die Einwohner wa-ren dik und stark/ auch nach des HivpokrateSBeobachtung über dergleichen sumpfige und wäßrichteGegenden. H Es haben auch die Alten schon bemc»
1) I. 2. e. 3g.
2) Norat. 1. 2. exist. i. v. 244.
Z) Oic. k'ado, e. 4.
4) x. 204.