der Gedanken:c. 229
K. 16. Der Überfluß der Vocale war vor-nehmlich dasjenige / was die griechische Sprache vorandern geschikt machte/ durch den Klang und durchdie Folge der Worte auf einander die Ge-stalt und das Wesen der Sache selbst auSzudrü-ken. Zwei Verse im Homer s machen den Druk/die Geschw indigkeit/ die verminderte Kraftim Eindringe«/ die Langsamkeit im Durch-sah ren/ und den geh einten Fortgang desPfeilS/ welchen PandarnS auf den MenelauSabschoß/ sinlicher durch den Klang als durch dieWorte selbst. Man glaubet/ den Pfeil wahrhaftigabgedrüket / durch die Luft fahren / und in den Schilddes MenelauS eindringen zu sehen.
§. 17. Die Beschreibung des vom Achilles ge-stelleten Haufens seiner Myrmidoner/ wo Schild anSchild/ und Helm an Helm/ und Man an Man schloß/ist von dieser Art/ und die Nachahmung derselben ist alle-zeit unvollkommen gerathen. Ein einziger VerS enthältdiese Beschreibung; man muß ihn aber lesen/ umdie Schönheiten zu fühlen. Der Begrif von derSprache würde bei dem allen unrichtig fein/ wenman sich dieselbe als einen Bach ohne alles Ge-räusch (eine Vergleichung über des Plato Schreib-art/vorstellen wollte; sie wurde ein gewaltigerStrom/ und konte sich erheben wie die Winde/die des Ulysses Segel zerrissen. Nach dem Klängeder Worte/ die nur einen drei- oder vierfa-chen Niß beschrieben/ scheinet das Segel in tau-send Stüke zu plazen. Aber ausser einem so
1) Ix. liv.) V. iZ5.
2) Ix. N, l^XVI ^ v. 21?.
3) I^ongin. v's-. sect. iZ, Z. i.
4) <Z-f. I. v. 71. dank. Ix. r. slll.) v. 363. et lüuztatli.
sä I>. I. 424. I. 10, «6it. kam.