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Spondeion war/ welches bei der Göttin dieFruchtbarkeit des' Nils bedeutet: in der lin-ken Hand/ ist eine Art von Frucht/ welche dieGestalt von Kornähren hat/ und in'S Grünli-che fällt.
§. L. An der ersten Mumie hängen nochSigel von Blei/ so wie della Valle meldet. !
K. S. Man vergleiche diese Beschreibung mit !derjenigen/ welche della Valle in seinen Reisenvon seinen zwo Mumien gibt / man wird fin-den/ daß die königlichen Mumien in Dresden ebendieselben sind / die ein Ägypter eben dem berühmtenReisenden aus einer mit Sand verschütteten tiefenGruft (oder Brunnen) gezogen/ und ihm ver-kaufet hat; und ich glaube/ daß sie von den Erbe»des della Valle in Rom erhandelt worden. Zndem geschriebenen Verzeichnisse bei diesem Kabinetder Altertümer findet sich über den Kauf nicht!die geringste Nachricht.
§. 10. Meine Absicht ist nicht/ mich in Erklä- 'rung der Zieraten und Figuren einzulassen; mankan sich hierüber einigermaßen unterrichten aus dem-jenigen/ was' della Valle selbst beigebracht hat:ich werde nur allein über gemeldete Schrift einigeAnmerkungen machen.
§. 11. Die Ägypter haben/ wie bekant ist/ ei-nen dopelten Charakter/ sich auszudrüken/gehabt/ einen heiligen und einen gemeinen.^Der erste war dasjenige/ was wir Hieroglyphen^nennen; der andere begrif ihre gewöhnliche»Sprach;eichen/ die allen Ägyptern bekant wa-ren: und von diesen, glaubet man durchgehendS/ seinichts' auf unsere Zeiten gekommen. Wir wissen
i) Della Valle, M'. 11. Z. 9. ^z. 826
2^ Ileroäyl. I. 2. c. Z6. Dioä. Lic. ^1. 2. e.