die Gedanken tc.
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Mer/ in welchem Mich ael Angelo die berühmteCopie eines Kopfs vom Pan/ die man insge-mein Studiolo nennet / gearbeitet hat/ dasist/ im achzehenten Jahre seines Alters'/ eine Dap hnemachte/ wo er gezeiget/ dafi er die Schönheiten derWerke der Griechen kennen lernen / in einem Alter/wo vielleicht Dunkelheit und Finsterniß beim Ra-phael war.
§.68. Bernini war einer von den glüklichenKöpfen/ die zu gleicher Zeit Blüthen des FrühlingS/und Früchte des HerbstS zeigen/ und ich glaube nicht/daß man erweisen könne/ daß sein Studium der Na-tur/ woran er sich in reifern Jahren gehalten/ we-der ihn selbst/ noch seine Schüler durch ihn übelgeführet. Die Weichlichkeit feines Fleisches war dieFrucht dieses Studii/ und hat den höchsten Graddes Lebens und der Schönheit/ zu welchen der Mar-mor zu erheben ist. „ Die Nachahmung der Na-„ tur gibt den Figuren des Künstlers Leben/ und,, belebt Formen?" wie Sokrate Ssagt/^) und Kliro/der Bildhauer/ stimmet ihm bei. „ Die Natur selbst„ ist nachzuahmen/ kein Künstler;" gabLvsivpuSder große Bildhauer/ zur Antwort/ da man ihn fragte:„ wem er unter seinen Vorgängern folgete? "Man wird nicht la'ugnen können/ daß die eifrigeNachahmung der Alten mehrentheilS ein Weg zurTrokenheit werden kan / zu welcher die Nachah-mung der Natur nicht leicht verleiten wird. Dieselehret Mannigfaltigkeit/ wie sie selbst mannigfaltigist/ und die öftere Wiederholung wird Künstlern/welche die Natur studiret haben/ nicht können vor-geworfen werden. Guido/ Le Brun und einige
1) IviLliai'lZson, i. 3. 94.
2) Hlemoral). I. Z. c. 107.
3) 1. Z4. sect. 19. Z. 6.^