Sendschreiben über
§. 64. Zween oder drei haben sich hier verdientgemachet; die übrigen Scribenteu unter ihnen habenuns nur historische Nachrichten von ihren Mitbrü-dern ertheilet. Aber von der Arbeit/ welche der be-rühmte Pietro daCortona und der Pater O t to-ne l l i mit vereinigten Kräften angegriffen habe»/hätte man sich einen großen Unterricht auch für diespäte Nachwelt der Künstler versprechen können. IhreSchrift ist unterdessen/ ausser den historischen Nach-richten/ die man in hundert Büchern besser findenkan/ fast zu nichts' weiter nüzlich/ als
Ne sec>ii>I>iis I-unic»! clesinl. ^i^eri^ue <?uc!ulli, 2)
§. 65. Wie gemein und niedrig sind die Be-trachtungen über die Malerei von dem großen Ni-kolas PoussiN/ welche Bellori^) aus einerHandschrift als etwas Seltenes mittheilet/ und demLeben dieses Künstlers beigefüget hat?
§. 66. Der Verfasser hat ohne Zweifel nicht fürKünstler schreiben wollen; sie würden auch viel zugroßmüthig fein/ als daß sie über eine so kleine Schrifteinen Aristarchu S vorstellen wollten. Ich erinneredem Verfasser nur einige Kleinigkeiten/ die ich eini-germaßen einzusehen im Stande bin ; und ich werdeeS noch mit einigen wenigen Bedenken wagen.
§. 67. Auf der eilften Seite hat man sich un-terstanden/ ein Urtheil des Bernini für ungegrün-det zu erklären / und wider einen Mau aufzutreten/den man/ eine Schrift zu beehren/ nur hätte nennendürfen. Bernini war der Man/ der in eben dem
1) 'T'raNai.o äella e Zcultura, 1150 ecl akuso loio,composw <1a un l'eolvZO e tla, un Floren?,»,1662.
2) Leclani 1696. !2.^l
3) , Vite ete. x. Zoo.