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Sendschreiben über
mingo in Figuren von Kindern an die Seite zusezen. Ihre Modelle inThon sind unsern Künst-lern schätzbarer als der Alten ihre Kinder in Mar-mor; und ein Künstler/ den ich namentlich anzu-führen mich nicht schämen dürfte/ hat mich ver-sichert/ daß in sieben Jahren/ so lange er in derAkademie der Künstler zu Wien studiret/ er niemandwisse/ der nach einem dasigen antiken Cupidogezeichnet habe.
§. 62. Ich weiß auch nicht/ was' es für einenBegrif von einer schönen Form bei den griechischenKünstlern gewesen / die Stirn an Kindern und jun-gen Leuten mit herunterhängenden Haaren zu bede-ken, Ein Cupido vom Praxiteles'/ ein Pa-trokluS auf einem Gemälde beim Philostra-t u s/ 3) war also vorgestellet; und Antin o u s' erschei-ner weder in Statuen und Brustbildern/ noch aufgeschnittenen Steinen und auf Münzen anders; undvielleicht verursachet dergleichen Stirn dem Lieblingedes HadrianS die trübe und etwas melancholischeMine/ welche man an dessen Köpfen bemerket.
§. >53. Gibt eine offene und freie Stirn einemGesichte nicht mehr Edles und Erhabenes? und schei-net Bernini das Schöne in der Form nicht bessergekaut zu haben/ als die Alten/ da er dem damalsjungen Könige in Frankreich Ludewig xiv, dessenBrustbild er in Marmor arbeitete/ die Haarlokenans der Stirn rükte/ welche dieser Prinz vorher bis aufdie Augbraunen herunterhängend getragen? „Euer„Majestät (sagte der Künstler/) ist König/ und-
Z) Der Maler üfer, welcher dem Verfasser z»r Ausar-beitung dieser Schriften noch manche andere Nachrichtenund Anlichten mitgetheilt Hai. Fe rno w,
2) 11. — Op. pliilostrat. zi. 90Z.
z) plulostrst. lleroic. c. Ig, Z, g.