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1 (1825)
Entstehung
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79
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die Gedanken

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§. >50. Unsere Künstler kommen darin überein/daß die alten Bildhauer nicht verstanden/ schöneKinder zu arbeiten/ und ich glaube/ sie würdenzur Nachahmung viel lieber einen Cupido vomFiamingo als vom Praxiteles selbst wählen.Die bekante Erzählung von einem Cupido/ denMichael Angelo gemachet/ und den er neben einenCupido eines alten Meisters gestellet/ um unsereZeiten dadurch zu lehren/ wie vorzüglich die Kunstder Alten sei / beweiset hier nichts': den Kindervon Michael Angelo werden uns niemals einenso nahen Weg führen / als eS die Natur selbst thut.

§.6i. Ich glaube/ es sei nicht zu viel gesaget/wen man behauptet/ Fiamingo habe/ als einneuer PrometheuS/ Geschöpfe gebildet/ derglei-chen die Kunst wenige vor ihm gesehen hat. Wenman von den mehresten Figuren von Kindern auf ge-schnittenen Steinen / und auf erhobenen Arbei-ten der Alten / auf die Kunst überhaupt schließendarf/ so wünschte mau ihren Kindern mehr Kin-disches/ weniger ausgewachsene Forme»/mehr Milchfleisch und weniger angedeuteteKnochen. Eben dergleichen Bildung haben Ra-phaels Kinder und der ersten großen Maler bisauf die Zeiten/ da Franz Ouenoy/ genant Fia-mingo/ erschien/ dessen Kinder/ weil er ihnen mehrUnschuld und Naturgegeben/ dem Künstler nachihm eben dasjenige geworden/ was Apollo undAntinous demselben im Zug endlichen sind.Algardi/ der zu gleicher Zeit gelebet/ ist dem F i a-

t) Siehe den Cupido des Solons, (SwscK, xicriv gi-»v.xl, 64) den Cuvidv / der die Löwin siiliret/ vom Sv-stratus/ (p>. 66.) und einKind nebe» einem FauN/vom AreochuS/ (pl.20,) Winckclmail,

2) kai-tvli, l',<->!>. öo. 5i. 6l. Aluiett!,

Ltstue iwticlie, pari. 2. lol> zz.