die Gedanken tt. 7Z
ß. 3i. Der DiomedeS des DioSkorides isteine Figur/ die entweder sizet/ oder die sich vondem Size heben will; den die Action desselben istzweideutig. Er sizet aber nicht/ welches offenbar ist-er kan sich aber auch nicht heben, welches in derAttion/ die er macht/ nicht geschehen kan. t)
Die Bemühung/ die unser Körper anwendet/ voneinem Size aufzustehen/ geschiehet den Regeln derMechanik zufolge/ nach dem Mittelpunkt der Schwerezu/ welchen der Körper suchet. Diesen suchet dersich hebende Körper zu erhalten/ wen er die imSizen vorwärts gelegten Beine nach sich ziehet;und auf unserm Steine ist hingegen das rechte Beingesireket. Die Bemühung/ sich zu erhebe»/ sänget sichan mit aufgehobenen Fersen/ und die Schwere ruhetin diesem Augenblike nur aus den Zehen; welchesFelix-H in seinem geschnittenen D iom cd es beobach-tet hat; hier hingegen ruhet die ganze Fußsohle.
§. Z2. In einer sizenden Stellung/ in welcherDiomedeS ist/ mit dem untergeschlagenen linkenBeine/ kan der Körper/ wen er sich erheben will/den Mittelpunkt seiner Schwere nicht blos durchdas Zurükziehen der Beine finden; folglich sich un-möglich durch diese Bewegung/ die er sich gibt/ alleinheben. DiomedeS hat in der linken Hand/ welcheauf dem untergeschlagenen Beine ruhet/ das geraubtePalladium/ und in der rechten Hand ein kurzesSchwert/ dessen Spize nachläßig auf dem Postamenteliegt. Des DiomedeS Körper äussert also wederdie erste und natürliche Bewegung der Füße/ diezu einer jeden ungezwungenen Ausrichtung eines Si-zenden nothwendig ist/ noch auch die Kraft der stüzendenArme/ die in einer ungewöhnlichen Lage des SizenS
Man sehe die Abbildung Numero 90.Z
2) tZe luatu ÄNimsI. xart. !. c. i9.
3) Lioscli, pieir. Ar»v> 35.
Winckelmaii. H