die Gedanken u.
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hat / der Zerstümmelung zu entgehen/ sonderlich dieStuke vom Correggio/ nebst den Gemälden/ welchedie Königin in Rom angekanfet hat/ kamen in denBest; des Herzogs von Orleans/ der 250 Stükefür Sv/000 Seudi erstanden! unter denselben wareneilf Gemälde von der Hand des Correggio.
§.21. Ich bin auch nicht allerdings zufrieden/daß Sie den nordischen Ländern allein vorwerfen/daß der gute Geschmak bei ihnen spät bekaüt gewor-den/ uud dieses aus ihrer geringen Achtung schönerGemälde. Wen dieses von dem Geschmake zeuget/so weiß ich nicht/ wie man von unsern Nachbarnurtheilen könte. Da Bon/ die Residenz des Kur-fürsten von Coln/ in der fogenanten fürstenb er zi-schen Sache/ nach dem Tode MaximilianHeinrichs von den Franzosen erobert wurde/ ließman die großen Gemälde von ihren Rahmen ohneUnterschied herausschneiden/ und über die Bügel derWagen spannen/ aus welchen die Geräthe und die,Kostbarkeiten des kurfürstlichen Schlosses nach Frank-reich abgeführet wurden. Glauben Sie nicht/ daßich mit blos historischen Erinnerungen/ wie ich an-gefangen habe/ fortfahren werde. Ehe ich Ihnenaber meine Zweifel bringe/ kan ich nicht umhin/ Ih-nen zwei allgemeine Punkte vorzuhalten.
§. 22. Sie haben zum ersten in einem Stylegeschrieben/ wo oft die Deutlichkeit unter der Kürzezn leiden scheinet. Haben Sie besorget/ Sie möch-ten künftig zu der Strafe desjenigen Spartaners/der mehr als drei Worte gesaget/ verdammet wer-den; nämlich GuieciardiniS Krieg von Pisazu lesen? Wo ein allgemeiner Unterricht der End-zwek ist/ das muß für jederman faßlich sein. „ Dien Speisen sollen mehr nach dem Geschmak der Gäste,, als nach dem Geschmak der Köche zugerichtet werden."
t) lMa» vergl. 8ext. Lmxir. gdvers. kket. I. 2.)