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Sendschreiben über
§> 19. Die erste und andere Seite will ich Ih-nen schenken; ob ich schon über die Vergleichung derDiana des Virgils mit der Na nsikaa des Ho-mers, und über die Anwendung derselben/ ein paarWorte sagen könte. Ich glaube auch/ die Nachrichtauf der zweiten Seite von den gemißhandelten Stü-ken des Correggio/ welche vermuthlich aus desHerrn Grav Tefsins Briefen genommen ist/ hättekönnen erläutert werden mit einer Nachricht von demGebrauche/ den man zu eben der Zeit von den Stu-ten der besten Meister in Stokholm gemachet hat.
§. 20. Man weiß/ daß in der Eroberung derStadt Prag Anno is-j8/ den i-Z Juli/ durch denGraven KönigSmark/ das Beste aus der kostbarenSamlung von Gemälden Kaiser Rudolphsll- weg-genommen und nach Schweden geführet ist. 2) Unterdenselben waren etliche Stüke des Correggio/ diederselbe für den Herzog Friederi ch von M a ntuagearbeitet hatte/ und die dieser dem Kaiser schenkte.Die berühmte Leda/ und ein Cupidv/ der anseinem Bogen arbeitet/ waren die vornehmsten vonbesagten Stüken. Die Königin Christina/ diezu derselben Zeit mehr Schulwissenschaft als Geschmakhatte/ verfuhr mit diesen Schäzen/ wie Kaiser Cl a u-diuS mit einem Alexander von der Hand desApelleS/ der den Kopf der Figur auSschneideN/und an desselben Stelle des AugustuS Kopf sezenließ. AuS den schönsten Gemälden schnitt manin Schweden die Köpft/ Hände und Füße herauS/die man auf eine Tapete klebetc; das Übrige wurdedazu gemalet. Dasjenige/ was das Glük gehabt
1) lGedanken :c. H. 2.^1
2) 5, I. 20. Z. 6v. p. 796.
Z) 2. 1. 2. c. 6. 113. conf.
4) ?1in. Nist. I. 35. c. 10. seet. 36. 5- 16.