Druckschrift 
1 (1825)
Entstehung
Seite
66
Einzelbild herunterladen
 

65,

Sendschreiben über

strebet/ dazu kam-. Man zeigete ihm die Schrift; ersahe sie an und legete sie weg. Der erste Blik warihm anstößig gewesen/ und man sahe es ihm an/daß er um sein Urtheil befraget sein wollte/ welcheswir alle thaten. Es scheinet eine Arbeit/ fing er an/ über welche sich des Verfassers' Fleiß nicht inUnkosten hat sezen wollen: ich finde nicht übervier bis fünf Allegata/ und diese sind zum Theilnachläßig angegeben/ ohne Blatt nud Kapitel zu bemerken. Es kan nicht fehlen/ er hat seine Nach- richten aus Büchern genommen/ die er. sich anzu- führen schämet. "

§. 1-4. Endlich muß ich Ihnen sagen/ daß jemandetwas in der Schrift will gefunden haben/ was mirnoch izo in derselben verdekt geblieben ist; nämlich,daß die Griechen als die Erfinder der Malerei undBildhauerkunst angegeben worden ; welches ganz falschist/ wie sich derselbe zu erklären beliebet. Er hatgehöret/ daß es die Ägyptier gewesen/ oder noch ei»älter Volk/ welches er nicht kenne.

§. 15. Man kan auch aus den nnerheblichsteiiEinfällen Nuzen ziehen; unterdessen ist klar/ daßSie nur allein von dem guten Geschmake in diese»Künsten haben reden wollen/ und die erste Erfin-dung einer Kunst verhält, sich mehrentheils zu demGeschmake in derselben,/ wie das Samenkornzu der Frucht. Man kan die Kunst in der Wiegeunter den Ägyptiern in spätern Zeiten> und dieKunst in ihrer Schönheit unter den Griechen/ aufein und ebendemselben Stüke vergleichen. Man be-trachte den PtolemäuS Philopator von derHand des Zl tt lu s/ auf einem geschnittenen Steine/und neben besagtem Kopfe ein paar Figuren eim§

z.) Ztoscl,, grav. pl iy.