Gedanken üb. d. Nachahmung
dium der Allegorie gereiniget werden/ und Wahr-heit und Verstand erhalten.
K. 167. Unsere Schnörkel und das allerliebsteMuschelwerk/ ohne welches izo kein Zierat förm-lich werden tan/ hat manchmal nicht mehr Naturals VitruvS Leuchter / welche kleine Schlösser undPaläste trugen. Die Allegorie könte eine Gelehr-samkeit an die Hand geben/ auch die kleinsten Ver-zierungen dem Orte / wo sie stehen/ gemäß zu machen.
keclcleie personss seit covvenieutta cui<^ue,
§. 168. Die Gemälde an Deken und über denThüren stehen mehrentheils' nur da/ um ihren Ortzu füllen/ uud um die ledigen Pläze zu deken/ wel-che nicht mit lauter Vergoldungen können angefül?let werden. Sie haben nicht allein kein Verhältnißmit dem Stande und mit den Umständen des Besi-zerS/ sondern sie sind demselben, sogar oftmals nach-theilig.
§.169. Der Abscheu vor dem leeren Raum fül-let also die Wände; und Gemälde/ von Gedankenleer/ sollen das Leere ersezen.
§. 170. Dieses ist die Ursache/ daß der Künstler/ denman seiner Willkür überlässet/ aus Mangel allego-rischer Bilder oft Vorwürfe wählet/ die mehr zurSätyre, als zur Ehre desjenigen/ dem er seine Kunstweihet/ gereichen müßen: und vielleicht/- um sichhiervor in Sicherheit zu stellen/ verlanget man ausfeiner Vorsicht von dem Maler/ Bilder zu machen/die niclM bedeuten sollen.
§. 171. ES machet oft Mühe/ auch dergleichenzu finden / uud endlich
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