Druckschrift 
1 (1825)
Entstehung
Seite
53
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der griech. Werke :c. ^3

Composition in dcr Wclr pranget/ ist gegen die ge-lehrte lind sinreiche Malerei des' deutschen Künstlerseine sehr gemeine und kurzsichtige Allegorie! sie istwie ein Lobgedicht/ worin die stärksten Gedankensich auf den Namen im Kalender beziehen. Hierwar der Ort, etwas Großes zu machen/ und manmuß sich wundern/ daß es nicht geschehen ist. Mansiehet aber auch zugleich ein/ hätte auch die Ver-götterung eines Ministers den vornehmsten Plafonddes königlichen Schlosses zieren solle»/ woran eSdem Maler gefehlet.

§. 16-Zl. Der Künstler hat ein Werk von Nö-then/ welches aus dcr ganzen Mythologie/ aus denbesten Dichtern alter und neuerer Zeiten/ aus dergeheimen Weltweisheit vieler Völker/ aus den Denk-malen des Altertums auf Steinen/ Münzen undGeräthen/ diejenigen sinlichen Figuren und Bilderenthält/ wodurch allgemeine Begriffe dichterisch ge-bildet worden. Dieser reiche Stof würde in gewissebequeme Klassen zu bringe«/ und durch eine besondereAnwendung und Deutung auf mögliche einzelneFälle/ zum Unterricht dcr Künstler/ einzurichtensein.

ß. 165. Hierdurch würde zu gleicher Zeit eingroßes Feld geöfnet/ zur Nachahmung dcr Alten,und unsern Werken einen erhabenen Geschmak desAltertums zu geben.

8. 166. Der gute Geschmak in unsern heutigenVerzierungen/ welcher seit dcr Zeit/ da Vitruvbittere Klagen über das Verderbniß desselben führe-te, sich in neueren Zeiten noch mehr verderbet hat/theils durch die von Mortv/ einem Maler vonFeltro gebürtig / in Schwang gebrachten Grotesken/theils durch nichts bedeutende Malereien unsererZimmer/ könte zugleich durch ein gründlicheres Stu-