Druckschrift 
1 (1825)
Entstehung
Seite
45
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der griech. Werke 46

Wassers/ dessen Größe die Grade der ander» zweiSeiten gäbe»/ war in jedem Punkte das Maß/wie viel er von seinem Steine wegnehmen koiite.

§. 132. Sein Werk hatte nunmehr die erste/aber richtige Form erhalten. Die Fläche des Was-sers hatte ihm eine Linie beschriebe«/ von welcherdie äussersten Punkte der Erhobenheiten Theile sind.Diese Linie war mit dem Falle des Wassers in sei-nem Gefäße gleichfalls wagerecht fvrtgerüket/ undder Künstler war dieser Bewegung mit seinem Eisengefolget/ bis dahin/ wo ihm das Wasser den nied-rigsten Abhang der erhobenen Theile/ der mit denFlächen zusammenfließet/ bloß zeigete. Er war alsomit jedem verjüngten Grade in dem Kasten seinesModells einen gleichgesezten größere» Grad auf sei-ner Figur fortgegangen/ und auf diese Art hatteihn die Linie des Wassers bis über den äusserstenContur in seiner Arbeit geführet/ so daß das Mo-dell nunmehro vom Wasser entblößet lag.

Z. 133. Seine Figur verlangete die schöneForm. Er goß von neuem Wasser auf sein Mo-dell/ bis zu einer ihm dienlichen Höhe/ und alS-den zählete er die Grade des Kastens bis auf dieLinie/ welche das Wasser beschrieb/ wodurch er dieHöhe des erhobenen Theils ersah. Auf eben den-selben erhobenen Theil seiner Figur legete er seinRichtscheit vollkommen wagerecht/ und von der un-tersten Linie desselben nahm er die Maße bis aufdie Vertiefung. Fand er eine gleiche Anzahl ver-jüngter und größerer Grade/ so war dieses eineArt geometrischer Berechnung des Inhalts/ und ererhielt den Beweis/ daß er richtig verfahren war.

§. 134. Bei der Wiederholung feiner Arbeitsuchte er den Druk und die Bewegung der Muskelnund Sehnen/ den Schwung der übrigen kleinenTheile, und das Feinste der Kunst in seinem Mo«