der griech. Werke :c. ^ti
suchet/ so, daß sie durch die lezte Hand allererstihre gesezte Höhlung erhalten , daß dieser/ sage ich/' niemals wird sein Werk von Fehlern reinigen können.
Z. 116. ES findet sich auch hier dieser Haupt-mangel/ daß die auf den Stein getragene Linienalle Augenblike weggehauen / und eben so oft/nichtohne Besorgniß der Abweichung / von neuem müßengezogen und ergänzet werden.
§. 117. Die Ungewißheit/ nach dieser Art/ nö»thigte also die Künstler/ einen sicherern Weg zu su-chen/ und derjenige / welchen die französische Akade-mie in Rom erfunden/ und zum Copiren der al-ten Statuen zuerst gebrauchet hat/ wurde von vielen,auch im Arbeiten nach Modelle«/ angenommen.
§. 118. Man befestiget nämlich über einer Sta-tue/ die man copiren will/ nach dem Verhältnißderselben/ ein Vierek / von welchem man nach gleich' eingetheileten Graden Bleifaden herunter fallen lässet.Durch diese Faden werden die äussersten Punkte derFigur deutlicher bezeichnet/ als in der ersten Artdurch Linien auf der Fläche/ wo ein jeder Punktder äusserste ist/ geschehen konte: sie geben auch demKünstler eine sittlichere Maße von einigen der stärk-sten Erhöhungen und Vertiefungen durch die Gradeihrer Entfernung von Theilen, welche sie deken/und,er kan durch Hülfe derselben etwas herzhafter gehe».
§. US. Da aber der Schwung einer krum-men Linie durch eine einzige gerade Linie nichtgenau zu bestimmen ist: so werden ebenfalls dieUmrisse der Figur durch diesen Weg sehr zweifelhaftfür den Künstler angedeutet/ und in geringen Ab-weichungen von ihrer Hauptfläche wird sich derselbes alle Augenblike ohne Leitfaden und ohne Hülfe sehen.
§. 12». ES ist sehr begreiflich/ daß in dieserManier auch das wahre Verhältniß der Figuren
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