sä Gedanken üb. d. Nachahmung
nende gefällt. Solche Gestalt hatte die tragischeMuse des ÄfchyluS/ und sein Agamemnon istzum Theil durch Hypcrbolen viel dunkler geworden/als alles'/ was Heraklit geschrieben. Vielleichthaben die ersten griechischen Maler nicht anders' ge-zeichnet/ als ihr erster guter TragikuS gedichtethat.
K.86. Das H estige/ das Flü ch ti g e gehet in al-len menschlichen Handlungen voran; daSGesezte/das Gründliche folget zulezt. Dieses leztere abergebrauchet Zeit / es zu bewundern; es ist nur gro-ßen Meistern eigen: heftige Leidenschaften sind einVortheil auch für ihre Schüler.
Die Weifen in der Kunst wissen/ wie schwerdieses scheinbare Nachahmliche ist:
— — — — »I, silii ^nivisKpei-llt i-leiri; suclcd luuluiiu, laborei
^.usus iclcm,
§.87. LaFage/ der große Zeichner / hat den Ge-schmak der Alten nicht erreichen können. Alles ist inBewegung in seinen Werken/ und man wird in derBetrachtung derselben getheilet und zerstreuet/ wiein einer Gesellschaft/ wo alle Personen zugleich re-den wollen.
§. 8 8. Die edle Einfalt und stille Größe dergriechischen Statue n ist zugleich das wahre Ken-zeichen der griechischen Schriften auS den besten Zei-ten / der Schriften aus SokratiS Schule; und dieseEigenschaften sind eS/ welche die vorzügliche Größeeines RaphaelS machen/ zu welcher er durch die.Nachahmung der Alten gelanget ist.
Z. 89. Eine so schöne Seele/ wie die seinigewar/ in einem so schönen Körper wurde erfor-dert/ den wahren Charakter der Alten in neue-
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