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1 (1825)
Entstehung
Seite
30
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30 Gedanken nb. d. Nachahmung

cher der Meister seine Wissenschaft nicht weniger/als in der gewöhnlichen Manier der Alten/ zeigenkan.

Z, 78. Karl Maratta und Franz Soli-mena können in dieser Art für die Größten gehal-ten werden. Die neue venetianische Schule, wel-che noch weiter zu gehen gesuchet, hat diese Manierübertrieben / und indem sie nichts als große Par-teien gesuchet/ sind ihre Gewänder dadurch stcifund blechern worden.

K. 79. Das allgemeine vorzügliche Kenzeichende r griechischen Meisterstüke ist endlich eine edlcEinfalt/ und eine stille Größe/ sowohl in derStellung als im AuSdruke. So wie die Tiefedes MeerS allezeit ruhig bleibet/ die Oberfläche mag

Diese Stelle, nebst dem, was Winckelman wei-terhin über denLaokoon sagt, ward die Veranlassung zuder Untersuchung Lessings: über die GränzenderMalcrei nndPoesie, welche er im Jahre j 7 ü 6unter dem Titel Laokoon bekaiit machte, weil er beidieser Untersuchung vornehmlich von der berühmtenGrupe desselben ausging. Lessing beginnet sein Werkmit dieser Stelle aus W i n ck e l m a >1 s Gedanken überdi e Ra cb a h m u ng ze. und sucht in demselben nicht nurden Grund, welchen W i nck e l in a n sür die Milderungdes Ausdruks im Lavkoon angibt, sondern anchdie aus diesem Grunde abgeleitete Kunstre-gel zu bestreiken, indem er behauptet, „ daß nicht der„Ausdruk einer edlen Einfalt und stillen»Größe, welche Winckelman als ein allgemeines„ vorzügliches Merkmal der griechischen Werke ausstellte,„ sondern daß die Schönheit das höchste Gesez der>, bildenden Kunst bei den Griechen gewesen sei; daß„also alles, was mit der Schönheit unverträglich„ ist, ihr gänzlich weichen, oder wen es sich mit ihr„ auch verträgt, ihr wenigstens untergeordnet sein niüße;»daß auch jeder Ausdruk des Schmerzes vermieden„werden müßen, der mit der Schönheit nicht ver-„ träglich war." Späterhin ward diese Stelle noch