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1 (1825)
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der griech. Werke ».

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tz. ^6. Also ist es die Venus gewesen/ welcheihn Schönheiten in der Natur entdeken gelehret/die er vorher allein in jener zu finden geglaubet hat/und die er ohne die Venus nicht würde in derNatur gesuchet haben. Folget nicht darauS/ daß dieSchönheit der griechischen Statuen eher zu entde-ken ist/ als die Schönheit in der Natur/ und daßalso jene rührender/ nicht so sehr zerstreuet/ sondernmehr in Eines vereiniget/ als eS diese ist? DasStudium der Natur muß also wenigstens ein län-gerer und mühsamerer Weg zur Kentniß des voll-kommenen Schönen sein/ als eS das Studium derAntiken ist: und Bernini hätte jungen Künst-lern, die er allezeit auf das Schönste in der Naturvorzüglich wieS/ nicht den kürzesten Weg dazu ge-zeigt.

§. >47. Die Nachahmung des Schönen der Na-tur ist entweder auf einen einzelnen Vorwurf ge-richtet/ oder sie samlet die Bemerkungen aus ver-schiedenen einzelnen / und bringet sie inEineS. Je-nes heißt eine ähnliche Copie/ ein Porträtmachen; eS ist der Weg zu holländischen Formenund Figuren. Dieses aber ist der Weg zum all-gemeinen Schönen und zu idealischen Bil-dern desselben; und derselbe ist eS/ den die Grie-chen genommen haben. Der Unterschied aber zwi-schen ihnen und uns ist dieser: die Griechen er-langeten diese Bilder/ wären auch dieselben nichtvon schönern Körpern genommen gewesen/ durcheine tägliche Gelegenheit zur Beobachtung desSchönen der Natur/ die sich uns hingegen nichtalle Tage zeiget/ und selten so/ wie sie der Künst-ler wünschet.

ß. ^8. Unsere Natnr wird nicht leicht einen sovollkommenen Körper zeige»/ dergleichen der An-tinous AdmiranduS hat/ und die Idee wird