12 Gedanken üb. d. Nachahmung
eben dem Grunde/ daß jungen Leuten unter denGriechen der ältesten Zeiten/ die sich zu einem Wett-kampf im Ringen angaben/ während der Zeit derVorübungen nur Milchspeise zugelassen war.
§. 16. Aller ttbelstand des Körpers wurdebehutsam vermieden/ und da Alcibiades in seinerZugend die Flöte nicht wollte blasen lerne«/ weilsie das Gesicht verstellet.!/ so folgeten die jungenAthenienser seinem Beispiele.
§. 17. Nach dem war der ganze Anzug derGrieche» so beschaffen / daß er der bildenden Naturnicht den geringsten Zwang anthat. Der Wachs-tum der schönen Form litt nichts durch die ver-schiedene» Arten und Theile unserer heutigen pres-senden und klemmenden Kleidung / sonderlich amHalft/ an den Hüften und Schenkeln. Das schöneGeschlecht selbst unter den Griechen wußte von kei-nem ängstlichem Zwange in ihrem Puze - die jun-gen Spartanerinen waren so leicht und kurz bekleidet/daß man sie daher Hüftezeigerinen naiite.
K. 18. ES ist auch bekant/ wie sorgfältig dieGriechen waren/ schöne Kinder zu zeugen.O.uitlet in seiner Kallipädie zeiget nicht soviel Wege dazu/ als unter ihnen üblich waren.Sie gingen sogar so weit/ daß sie aus blauenAugen schwarze zu machen suchten. Auch zuBeförderung dieser Absicht errichtete man Wettspiele
Vita p) tsiirg. o. Zl, I. lös, Z, igg-, p, ^oo> 5cj, cdit.
>) ^>u5A», I. 6, c, 7. Sendschreiben ie. §. 43. Er-läuterung ic. §. ZI.)
3) vom Dichter Jbikus,
vv» Euripides , V. Üg5.) genaiit. !'!«-
t!»c!>. in cvmpar.1t. c. ZXuma. «, z. G. d. K. 6-
B, 1 K. 15
LSeud sch r et b cu ic. §. 44.1