Druckschrift 
1 (1825)
Entstehung
Seite
9
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der griech. Werke:c.

s

Raphael und Po nssi n die Werke der Alten ange-sehen. Sie haben den guten Geschmak aus seinerQuelle geschöpfet/ und Naphael in dem Landeselbst/ wo er sich gebildet. Man weiß/ daß erjunge Leute nach Griechenland geschiket/ die Über-bleibsel des Altertums für ihn zu zeichnen.

§.8. Eine Bildsäule von einer alten römischenHand wird sich gegen ein griechisches Urbild alle-mal verhalten/ wie VirgilS Dido/ in ihremGefolge mit der Diana unter ihren Oreadenverglichen/ sich gegen Homers Nausikaa ver-hält/ welche jener nachzuahmen gesuchet hat.

tz. S. Laokoon war den Künstlern im altenRom eben das/ was er uns ist: des PolyfletsRegel; eine vollkommene Negel der Kunst.

Z. 10. Ich habe nicht nöthig anzuführen/ daßsich in den berühmtesten Werken der griechischenKünstler gewisse Nach läßig leiten finden: derDelphin/ welcher dermediceisch e n Ve n u S zu-gegeben ist/ nebst den spielenden Kindern;die Arbeit des DioSkorideS/ ausser der Haupt-figur/ in seinem geschnittenen DiomedeS mitdem Palladio/ sind Beispiele davon. Manweiß/ daß die Arbeit der Rükseite auf den schön-sten Münzen der ägyptischen und syrischen Königeden Köpfen dieser Könige selten beikomt. GroßeKünstler sind anch in ihren Nachläßigkeiten weift/sie können nicht fehlen/ ohne zugleich zu unterrich-ten. Man betrachte ihre Werke/ wie Lucia» denJupiter des PhidiaS will betrachtet habe«/ denJupiter selbst/ nicht den Schemel seinerFüße. 2)

lSend schrcib c» -c. §./»!. G. d, K. 2 K.22§.7

2) LG. d. K.7 B. 1 Ä. 42 §. 1l B. 2 K. S §.Sendschreiben :c. §. 29 :c. ü

3) scri!). c. 27.I