Biographie.
auSgezeigneter Archäolog gewesen zu sein; ihn hier-ein sezeii/ hieße den Mond zur Sonne machen. Alsgeborner Kenner und philosophischer Lehrer des Schö-^ nen und Erhabenen der bildenden Kunst/ zu einerZeit/ wo sich mit dem guten Gcschmakc auch sogardie Wissenschaft desselben schien verloren zu haben/glänzt er am meisten/ und ist bis auf diesen Tagnoch nicht überstralt. ES gehörte ein ungemeineS/mit einer zuversichtlichen Kühnheit verbundenes Ta-lent dazu/ andere Begriffe über die Kunst des Al-tertums und ihr Verhältniß zu der neuern an dieStelle des überall eingewurzelten VorurtheilS undder artistischen Ausartung zu bringen. Er fühltebeides in sich/ und gehorchte dem Rufe der Natur;prüfte feine Kraft/ erwog die Bedürfnisse der Zeit/berechnete die Folgen und trat mit einem bescheid-nen Muthe als wohlgeübter Kämpfer in die Bah»vor strengen und zum Theil bestochnen Richtern,5 Hier half kein Gewäsche; man mußte gründlich leh-ren/ die Vornrtheile offenbar machen/ für alles Ur-sachen / Beispiele/ Unterschiede und Begleichungenangeben; ja/ so viel es möglich war/ das Wesender Schönheit selbst enthüllen. Die zahlreichen Stel-len seiner Schriften/ wo er als solcher Lehrer auf-tritt/ übertreffen an Werth und Höhe alleS/ wassein Geistsonst erzeugte; so hatte über die Natur undden Endzwek der Kunst noch niemand geschrieben/ auchstehen seine Grundsäze sowohl an sich selbst als durchdie erfreulichsten Folgen/ namentlich in der Bild-hauerei/ bewährt da bis auf diese Stunde. Mandarf die Begeisterung/ in der die meisten feiner Leh-ren dieser Art entworfen sind/ nicht tadeln / ohne zufürchten/ daß die Gratieil/ welche ihn auch in^ den Lüften umschweben / zürnen möchten.
Den zweiten Nang in der Schäzung seines Ver-dienstes nimt die Schöpfung einer Gesch ichte der