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1 (1825)
Entstehung
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CLXII
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Winckelmanv

die Vorzüge seiner Werke: vergebe» wir ihm das;es ist eine Eitelkeit/ mit der jede vortrefliche Schriftgeboren wird. Das Geld schäzte er mit Verstand;er wollte nicht reich werde»/ aber auch nicht armsein. Nach sei»em Tode erfuhr man / daß er im Stil-len wohlthätig gewesen/ i) und das' Verzeichnis! sei-ner Hinterlassenschaft ist ein Beweis kluger Spar-samkeit.

Vergnügen fand er nur in den Reizen der Natur/in den Schönheiten der Kunst/ im Studiren und imUmgänge mit weisen Männer»; wozu ihm ein güti-ges Schiksal volle Gelegenheit verschaft hat. Erfühlte sein Glük/ war in seinem Inner» zufriedenund rechnete die Jahre seines Lebens blos nach demAufenthalte in Rom/ so wie MarcuS PlautiuSSilva nuS/ der »ut Augustus Consul gewesenund über die Jllyrier triumphirt hatte/ nur S Jahreals die Dauer seines Lebens auf sein Grabmal seze»ließ/ nämlich als die Zeit/ die er für sich bei Ti-voli auf seinen, Landgute verlebt hat. -) Wie ein leichter Fußgänger schied Winckelman mit fröh- lichem Gesichte aus der Welt/ arm/ wie er gekom- men war. "

Was die Würdigung seines Verdienstes' betrift/so könte es überflüssig scheinen/ darüber ein Wortzu verlieren/ da ein namhafter Gelehrter eine eigene ^Lobschrift auf ihn verfaßt hat/^) weil dieser nichtsonderbarer Weise die Perle übersehen und überallnur das Gerstenkorn gesucht hätte. Winckemansvorzüglichster Ruhm besteht keineswegs darin/ ein

1) Erdmansdorf in seinem Briefe an Hub er, Num. ^la ün.

21 Br. v. S Dec. 1762. Geschichte der Kunst, ttB. ? Ä. 1t §.

3) Vr. an Heyne/ v. 1Z Jan. 176L.

He»nes Lobschrift auf W i nckelm an. Leipi. 177S.Z6 S. kl> 8.