Druckschrift 
1 (1825)
Entstehung
Seite
CLX
Einzelbild herunterladen
 

ci.x.

Winckelmans

von I. E. Haid geschabt/ und von I. L. Z ente-il er für die französische Ausgabe einer SamlungBriefe Winckelmans geäzt/ beide von geringemWerth. ^

Sein viertes Porträt/ Kniestük/ malte fürMuzel-Stosch der Schwager des RaphaelMengs/ Anton Maron/ zu Rom im Winter1767. Winckelman ist im Pelze und mit einemseidenen Tuche um den Kopf vorgestellt. Gegen-wärtig klängt dieses Gemälde in der herzoglichenBibliothek zu Weimar. B au se hat es fleissig in Kupfergestochen/ deßgleichen/ für FeaS italiänische Aus-gabe der Kunstgeschichte/ G- Carattoni; undLivs von Zürich für den ersten Band der dresdnerSamlung w i n ck e l m a n nisch e r Schriften. Neuer-lich erschien es lebensgroß gestochen / aber nicht sehrausgeführt/ von Karl Müller in Weimar/ undlithographirt Vor NvssetiS Sepolcro lli ^Virickcl-

in 'IViesl,e> ,

Weil Winckelmans Äusseres nicht ganz sovortheilhaft wat/ daß es auf den ersten Blik ein-nahm/ so gefiel sein Inneres bei einem längernvertrauten Umgang desto sicherer. Sein Ernst erhobdie Freundlichkeit; sein Reichtum an Kentnissen undErfahrungen gab jeder seiner Unterhaltungen Werth/und die Freimüthigkeit, womit er vor- jederma»sprach/ zeigte den Man von entschiedenem Charakter.Vielleicht hätte er diese zuweilen mäßigen solle»/den seine Freunde zitterten mehr als einmal fürihn. Allein er hatte fest beschlossen:Ich williiunmehro/ da ich vierzig Jahre habe/ das auS-übeN/ was ich bisher geleruet habe/ und ich will keinen Menschen schäzen/ der es nicht verdienet/ und mick durchaus nicht verstellen. "i) -vr an Muzel-Stosch, v, 2 Avril 5767.

2> !Lr. an Muzel-Stosch, V. 2S Män 5760.