Biographie. ci^vii.
dessen Gegenwart herauszuziehen/ obwohl ihn Ar-cangeli eiumal dazu bringen wollte/ indem er, ihn ersuchte/ einen Siebzehner zu wechseln/ damiter den Barbier zahlen könne. Winckelman gabihm lieber zwei Groschen/ ohne dessen Geldstük zuwechseln/ weil er vielleicht dazu seinen Beutel Hüttehervorziehen müßen; ja/ er that sogar einst gegenihn die Äusserung/ daß er zweifle/ Geld genug zurFortsezung seiner Reise zu besizen. Wollte man alsodem Unglüklichen einen Vorwurf machen/ daß er sichgegen einen unbekanten Menschen mit Unvorsichtig-keit benommen/ so würde derselbe lediglich daraufzu beschränken sein/ die Schaumünzen vorgezeigt zuhaben.
Der Mörder floh/ als er den Kellner an derThüre WinckelmaiiS erblikte/ wie ich schon er-zählt habe/ und entkam auch/ ungeachtet seines ver-dächtigen AnzugS/ aus der Stadt Triest. Alleins man spürte ihm eifrig nach/ und am 13 oder 14Huni wurde er zu Planina von Soldaten angehal-ten. Der Ossicier schikte ihn/ weil er keinen Paßhatte/ nach Adelsberg/ wo er vor dem KreiShaupt-man schon beim ersten Verhöre sein Verbrechen ein-gestand. Dieser ließ ihn unter guter Bedekung ohneVerzögerung nach Triest bringen/ ws er den 16Luni gegen Mittag anlangte.
Der Proceß begaii unverweilt und wurde am 12Juli geschlossen. Am 18 sprach man ihm das Ur-theil mit folgenden Worten: „Für das von Euch„an der Person des Johaii Winctelman am,, Morgen des lezt verwichenen 8 Juni verübte Ver-brechen des MoröeS hat Euch das löbliche kaiser-„ liche königliche Criminalgericht dahin verurtheilt,, daß Ihr/ so wie Ihr seid/ lebendig von oben nach„ unten dergestalt gerädert werden sollt/ daß dieSeele von dem Körper scheide/ und daß Euer