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Goldsinke/ entfloh nach Preßburg/ kaufte sich eine»ungarischen Anzug/ und suchte so verkleidet überWien/ Gräz/ Laibach bis Italien zu gelangen;allein zu Laibach wurde er festgehalten/ und/ nach- sdem man ihm das gestohlne Geld abgenommen/ nachWien zur peinlichen Untersuchung geschikt/ wo manIhn im Mai 176^ in kurü tlomesüci zu vier-
jähriger Strafarbeit in Ketten und nachheriger Lan-desverweisung verurtheilte.
Im Jahre 176? wurde bei dem Anlasse der Ver-mählung des Erzherzogs Leopold vielen VerbrechernctwaS an ihrer Strafzeit nachgelassen; diese Begna-digung traf auch den Arcangeli. Er bekam den
Mai desselben JahrS seine Freiheit/ und ehe erdie kaiserlichen Lande verließ/ gesellte er sich eineBeiläuferin zu/ welche mit ihm vielleicht dieselbeLage getheilt hatte.
Er gab sie für sein Weib auS/ verfügte sich mitihr nach Venedig/ wo er aus den ungefähr ^36Gulde»/ die sie ihm soll zugebracht habe«/ und mit70 Gulden eignen Geldes eine kleine Wohnung ein-richtete.
Schon im August 5 767 kam er einmal nach Triest/um einen Dienst zu suchen/ und hielt sich Tageauf; im Mai 1768 trieb ihn das Verhängniß wiederdahin/ wie wir schon oben gesehen haben.
Sein Anschlag auf WinckelmanS Leben warvöllig vorsezlich/ den er hatte sich dazu die Schnur/welche er zur Schlinge dopelt zusammendrehte/ unddas offene Messer in einer Scheide absichtlich in Triestselbst zu dieser greuelhaften That gekauft/ durch dieer sich in den Besiz der zwei goldenen und zwei sil-bernen Schaumünzen/ die er bei seinem Nachbargesehen hatte/ zu sezen hofte. Mehr als diese Gold-stüke nahm er bei Winckelman nicht wahr; dendieser vermied es sorgfältig/ seinen Geldbeutel in