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ihm zur Ehre/ daß er die angeführte nachtheilig«!Stelle aus den Briefen an Muzel- Stosch, un-geachtet dieser sie unterdrüken wollen/ durchaus nichtstreichen ließ/ obwohl er die ganze Samlung/ ehesie ,m'S Licht trat/ lange Zeit zum Durchsehen ge-habt. Das wahre Verdienst wird glänzender durchden grundlosen Tadel. Aber Winckelman kontenur in der Leidenschaft ungerecht sei»/ und es ohneUrsache nicht bleiben. Er verbessert seinen Fehlerin einem andern Briefe an einen seiner Freundedurch folgende Worte: „Die Auszüge aus Herrn„LessingS Schrift/ welche mir ein Beweis nicht„ gemeiner Freundschaft sind/ verdienen mehr als die„Beschreibung der Villa des CardinalS.— Den„ Werth dieser Auszüge vermindert es nicht/ daß„ ich das Buch selbst zuvor aus Dresden bekommen„ habe. Lessing/ von dem ich leider nichts gesehen„hatte/ schreibet/ wie man geschrieben zu„haben wünschen möchte; und wen ich nicht„ seine Reise von Ihnen erfahren hätte/ so wäre ich„ demselben mit einem Schreiben zuvorgekommen.„ES verdienet derselbe also/ wo man sich vertheidi-„ gen kaü/ eine würdige Antwort. Wie es rühmlich„ ist/ von würdigen Leuten gelobet zu werden/ so„ kan es anch rühmlich werden/ ihrer Beurtheilung„ würdig geachtet zu sein. " l)
Als Lessing im Herbste 1768 nach Nom reisenund einige Zeit seinen Aufenthalt dort nehmen wollte/dachte jederma»/ dem er davon sagte/ daß er WNi-ckel m ans Nachfolger zu werde» im Ginne habe;„allein was hat Winckelman und derPlaN/ den„ sich Winckelman in Italien machte/ mit meiner„ Reise zu thun? (schreibt er an Ebert. Nie-
OLessings Lebe», t Th. 256 — 257 S. u. Br. auWalk her, v, tS Mg. j7üü.
2) jS Oct. 57üS.