Biographie.
cxi.v.
Weile fand sich endlich jemand/ der ibm die Schlin-ge vom Halse lösete; er fing an zu sinke»/ man un-terstüzte ihn und brachte ihn wieder in sein Zim-mer auf das Kanapee.
ES kam ein Arzt/ der die Wunden untersuchte.Winckelman sah sie ruhig an und fragte: „ob„sie tödlich wären?" Der Arzt erwiderte/ daßzwei es vorzüglich seien. Winckelmaii schwieg.
Man zog ihn aus. legte ihn auf eine Matraze/verband ihn/ fragte ihn über den Vorfall/ er gabDeichen/ daß er nicht reden könne/ und sagte nur:„ Der hat mich meuchlerisch angefallen/ der da im„ Nebenzimmer wohnte." Unterdessen war ein Po-liceibeamter gekommen/ der auf diese Worte sogleichdem Mörder nachsezen ließ.
Ein Capuciner hörte !>eS Unglüklichen Beichte,ein anderer Priester reichte ihm das lezte Abend-mahl und gab ibm die heilige Ölung.
ES erschien die gerichtliche Comission zur Unter-suchung; er begehrte zu schreiben/ vermochte esaber nicht. Von Zeit zu Zeit/ wen er sich erholte/that die Comission Fragen an ihn. Auf die erste:wer er sei? erwiderte er, daß er zu beklommenwäre/ um reden zu können, wies aber auf sein Fell-eisen/ wo man seinen Paß finden würde. Darinhieß es: ?i!iskecro
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Nachmittags wurde gerichtlich sein lezter Willeaufgefezt/ den er aber nicht mehr unterzeichnen kon-te/ nnd um Uhr verschied er.
Hn dem amtlichen Berichte heißt es': „Mit„heldenmäßiger Stärke und wahrer christlicher Fröm-„migkeit/ ohne sich je wider seinen Mörder beklagt„ zu habe«/ sondern ihm vielmehr als seinem Mitmen-schen von Herzen verzeihend/ und mit dem Wun-„ sche / ihn / wen es ohne dessen Gefahr sein könte/Winckclmaüs Biographie. I. 7