Biographie. ci.xiii,
zeigen. Winckelman soll ihn sodan SontagS den6 Juni/ vor sie zur Mittagstafel gingen, in seinZimmer hineingernfen und ihm die Münzen gewiesenhaben/ wovon hierauf Arcangcli am Nachmittagden Kaffeewirth unterhielt, mit dem Beisaze, daßer den Besizer für einen Juden ansehe.
Das nach Ancona bcstiiiite Schif war am Son-tage mit seiner Ladung noch nicht fertig/ wodurchWinckelmanS Ungeduld vermehrt wurde. AmMontage darauf ließ er sich von dem Schiffer zurSicherheit ein Angeld von 10 Paoli geben/ daß der-selbe unfehlbar Dienstags abfahren werde; allein trozdem geschah es nicht/ und Winckelman äussertesich nun/ daß er bei solchen Umständen lieber zuLande nach Venedig fahren wollte/ was er jedennochunterließ.
Es wurde Mittwoch. Arcangcli ging/ ohneseinem Nachbar guten Morgen zu sagen/ allein auS;Winckelman etwas später/ traf aber jenen nichtmehr im Kaffeehause an. Er verfügte sich also wie-der in seine Wohnung; legte die Oberkleider undHalsbinde ab/ sezte sich an den Tisch zwischen denFenstern gegen die Meerseite hin/ und schrieb etwas.Arcangcli trat zu ihm hinein/ Winckelmanstand auf/ ging ihm freundlich entgegen/ sie spazier-ten im Zimmer auf und ab/ und sprachen vornehm-lich von der am Abend desselben Tags bevorstehendenAbreise des leztern. Voll Freude/ Nom bald wiederzu sehen/ lud Winckelmau seinen Bekanten dahinein; erzählte ihm von dem Palaste seines GönnerS/des CardinalS Albani/ und versprach ihm vollHerzlichkeit/ weil er je nach Rom komme/ diesesGebäude mit seinen Kunstwerken zu zeigen/ und zubeweisen/ wie allgemein geschäzt er in der Haupt-stadt Italiens sei.
So unterhielten sie sich bis nach 10 Uhr, und