Biographie. cxxxm,
Begrif gebe»/ als durch die Beschießung einer Stadtmit dem allergröbsten Geschüze. Hatten die feuri-gen Ströme sich nicht getheilt und ein tiefes Thalin der Höhe eines Palastes mit Lava angefüllt/ soMre es diesesmal um Portici und das Museum derAltertümer daselbst geschehen gewesen. >)
Winckelman würde die Reise schon allein durchdiese erhabne Naturerscheinung für belohnt gehal-ten haben, wen er auch nichts Nenes von Kunst-schäzen gesehen halte / welches jedoch zahlreich warund seiner Geschichte der Kunst zur Zierde dient.Die Eifersucht der Neapolitaner aber war wo mög-lich noch größer als in frühern Jahren; den gewisseneu aufgefundene Sachen/ die mau für merkwürdighielt/ wurden anfangs verschlossen; und man erlaubteihm z. B. nicht/ mit abgemessenen Schritten zu ge-he»/ weil man glaubte/ daß er Maße nehme/ wieer auch wirklich that. Deßhalb ließ er sich aberauch nicht bewegen/ die Bedeutung einer sehr schö-nen Statue anzugeben/ die bei Bajä gefunden wor-den/ und unmöglich ergänzt werden konte/ ohne dieVorstellung richtig zu wissen. Wen man ihm nureinen Contur davon zu nehmen erlaubt hätte/ würdecr zur Erklärung bereit gewesen sein. ?)
Da er früher die erschienenen Bände des her-eula Nischen Musei gleich ohne Verzögerung vonTanucci zum Geschenk erhalten hatte/ so schienes jezo nicht/ daß cr den fünften Band / welcher dieBrustbilder von Erzt lieferte/ bekommen würde/ ob-gleich er feine Denkmale prächtig eingebunden demMinister zum Präsent gemacht. Übrigens konte
Vr. an M uzcl, S to scb, v. 24 üct. u. an Franke/v. 5 Dec. t767.
2) Br. an M ii n ch ha u se», v. 2Z'Jan. 1768.
Z) Ebendas. u. Br. an Muzel-Stvsch/ V. 24 Sct.476,7.