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WinckelmanS
sowohl wegen der sonderbaren Verkeilung der Ar-beit unter die Mitglieder der Akademie/ welche zurErklärung der hereulanische» Altertümer niedergeseztwar/ als wegen der Sucht/ alles weitschweifig zubehandeln/ und mit Anführungen aus allen ver-wandten Büchern zu überhäuseii/ nichts Vollständi-ges und Gediegenes in jenem Werke geliefert werden.
Die gelehrtesten Männer waren Mazzoechi unddessen Schüler Martorelli/ auf die sich Aller Au-gen hefteten/ als der König einen Man zur Erklä-rung der Altertümer suchte. Allein jener war alt/gebrechlich/ von andern Geschäften umgeben/ undäusserst bescheiden; dieser hatte in seiner ll-cc-den Beifall des Hofes nicht: Gründe/ dieda machte»/ daß man den Prälaten Bajardi vonRom kommen ließ und an die Spize stellte. Seinemit Salpeter angefüllte Phantasie sprühte Blize/sein Gedächtniß hatte alle Zweige der heiligen und pro-fanen Gelehrsamkeit verschlungen / nnd er schien dievielseitig gebildeten Blanchini, Apostolo Zenound Massel zu übertreffen. Man hegte große Er-wartungen; er konte sie nicht allein erfüllen. DerKönig wollte dem Verlangen des gelehrten Europaentsprechen/ und befahl dem Prälaten über das Her-eulanum zu schreiben. Bajardi schüttelt sein Ge-dächtniß und sein Taschenbuch/ fertigt seine zweiO.uartanten des Vorläufers'/ und fällt darin ebenso muthig als Nitter Bajard s»vs et »ansrcpi-ockL, von dem er abstammen wollte/ über vieleangenommene Meinungen her; spricht von persischen/babylonische»/ ägyptische»/ griechischen Maßen; vonHeraklea/ HerakleS/ den HeraklideN/ untervielen Ausfällen in die alte Geographie/ Mythologieund Geschichte—nur nicht von Herculanum; erschikt den dritten/ vierten/ fünften Band in dieWelt/ ist aber noch imiiier nicht in der Materie: