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Winckelmanö
Mit ihm und seinem Freunde Riedesel machteer den Weg nach dem Vesuv/ als dieser Berg zufäl-lig während ihrer Anwesenheit in Neapel einenschreklichen Ausbruch that. Winckelman befandsich an jenem Montage/ wo der Anfang um Mitter-nacht geschah/ mit dem königlichen Baumeister V a n-vitelli zu Caserta. ES krachte alles in ihrem Hause/und das ganze Land war mit Asche/ welches einschwarzer SandgrieS ist/ bedekt. Am Mittwoch ginger nach Neapel zuriik/ und gegen Abend desselbenTags begaben sich er/ Riedesel und D'Hanear-ville/ nebst drei Bedienten mit Fakeln und einemFührer/ gleich P li niuS d em Ältern/ nach Por-tici/ und über die alte Lava der neuen entgegen.Nach einem Wege von zwei Stunden/ welches fürWinckelman/ als einen fönst guten Fußgänger/der allerbeschwerlichste in seinem ganzen Leben war/mußten sie/ um bis zur Mündung zu kommen/ diebrennend Heisse Lava übersteigen, was aber ihr Füh-rer zu thun sich weigerte. Da kein anderes Mittelübrig war/ so nöthigte ihn der Stok/ undD'Han-carville ging mit einer Fakcl voran/ während il»nseine zwei Gefährten folgten. Das Leder ihrerSchuhe zerplazte/ und sogar die Sohlen wurden ver-sengt; sie gelangten jedoch bis zur Mündung/ dieaber vor der Menge der Asche kaum zu erkennen war.Hier zogen sie sich völlig auS/ um ihre vom Schweißenassen Hemden zu troknen; brieten Tauben an demfeurigen Flusse und hielten iiakcnd wie die Cyklo-pen ihre Mahlzeit. Um Mitternacht traten sie denRükweg an / und kamen troz vieler Gefahr glüklich zuihren Kaleschen bei Nesina/ wo sie im Freien unterdem Getümmel der Flüchtende«/ weil eS in denHäusern bebte und krachte/ ein paar Flaschen Lacryma' Christi leerten. Winckelman sagt/ er könne vondem Getöse eines solchen Ausbruchs keinen bessern