Biographie. cxxix.
öbriff/ welcher die Ausgrabungen dirigirte/ war so we-nig mit dem Bericht über seine Person zufrieden/ daßeö eine Tracht Prügel abfezen konte, was noch vielschimpflicher gewesen wäre, als wen Barthelemyans dem Zweikampft/ zu dem er in Capua von einemOffiziere gefordert worden/ mit einem Circumflex imGesichte weggekommen wäre, ?) der an einem Archäo-logen nicht gar so übel lassen müßte. Er sezteaber nach etlichen Jahre»/ besonders da er seinengeliebten Freund Riedesel treffen konte / alle Rük-sichten bei Seite/ reiste im September 1767 mit demVorsaze ab/ nicht nur Neapel/ sondern auch Sici-lien zu besuchen. Gegen seine Erwartung fander weniger Widersacher als er sich vorgestellt hatte;daher wagte er eS/ sich bei Hofe zu zeigen/ wo ergnädig aufgenommen wurde/ und alles nach Gefallensehen und genießen konte.'i)
Er wohnte und speiste bei D'Hanearville,m it dem er durch den englischen Gesandten Hamil-ton in einen Briefwechsel gezogen worden. 5) Die-ser berühmte Abenteurer befand sich um das Jahrunter dem Namen eines Graven Ducourt znBerlin/ und ließ sich von dem französischen Gesand-ten bei Hofe vorstellen. Als er aber von Frankfurtaus falscher Wechsel oder Schulden wegen verfolgtwurde, sezte man ihn fest/ und es zeigte sich/ daßer der Sohn eines KaufmanS aus Marseille wäre.Vei diesem Anlaß erschien das Epigram auf ihn:
t) Br. a» Niedesel, V. 4 Aug. 1767.
2) Bartl>elem»s Brief an Caylus, v. 2S Ja», u, ZMär» 1756.
3) Nr. nn Franke/ V. 5 Dec. 1767.
4) Ebenda,'.
5) Br. an Riedesel, v. 2 Iun. u. v. 24 Set. 1767.