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1 (1825)
Entstehung
Seite
CXXII
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cxxii.

Wittclcliuanv

richten von den herenlanischen Entdekun-gen/ die cr seinem Gefährten ,Füeßl>) dedieirte.

Hin Würz des Jahres kam die Frau seinesFreundes Meng6 nach einem dreijährigen Aufent-halte aus Spanien zuritt/ um sich von einiger Un-bäßlichkeit zu erholen, l) Die schöne Margaret h aGuazzi hatte einst dem Maler als Modell zum Kopfeiner heiligen Jungfrau gedient und war durch dieseBekantschaft seine Gattin geworden. 2) Mit ihrging Winckelman am 16 Mai auf wenige Tagenach dem Lusthanse des CardiualS Albani zu Castel-Gandolfo.-i) So schön sie auch war/ hatte cr siefrüher gleichgültig angesehen/ bis der Umgang eineVertraulichkeit erwekte/ die nicht größer sein konte/ohne die lezten Schranken zn übertreten. Mehrmalhielt cr mit ihr zu Castel-Gandolfo auf dem näm-lichen Bette Mittagsruhe/ und MengS trat ihm/als Zeichen der höchsten Liebe zu seiner Fraii/ Rechteab/ die unvcräusserlich sind/ mit dem Verlangen/in ihren Umständen die Keuschheit dem Leben nach-zusezen. Allein die Tugend schüzte Winckelman; 4)die Frau genas von ihrer Kränklichkeit/ und konteim September wieder nach Spanien zuriikreisen. 5)Nach seinen hohen Begriffen hat cr mit ihr eineFreundschaft errichtet/ wobei die Schöne im vor-aus gewisse Artikel unterschreiben müßen; und nunwechselten sie unter Vorwissen des Gatten Briefemit einander/ die voll Zärtlichkeit waren. 6) Er

j) Vr. an Vcrends, v. 55 Mai 5764-

2) Merkwürdigkeiten aus dem Leben des Rit-ters Mengs; von Azara, S. Z5.

3) Nr- an Weiße, V. 55, u. an Wicdewelt v. 24Mai 5764.

4) Nr. an M u;el>S ts,'ch, v. 4 Febr. ». an N eren dsiv. 26 Jnl. 1765.

5) Br. an Fiießl», v. 22 Sevt. 576-!.

6^ Br. an Nerends, v. 26 Jul. 1765.