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WinckelmanS
„ Betrachtung des' Schönen erhob. Diese ist die Seele„ der ganzen Kentniß der Kunst des Altertums/ die„ der Himmel nicht verschwenderisch verliehen."
Im Jahre 1769 hat er von Florenz aus die erstenHefte dieses Werks nach Dresden an Hofbuchhand-ler Walther/ der ihm einen Ducaten für den Bo-gen zusagte/ nbgeschikt. Weil er aber in drei bisvier Monaten keine Antwort bekam/ und ihn derBuchhändler Dyck in Leipzig ersuchte/ etwas füreine seiner Monatschriften/ den Bogen zu einemLouis d'or zu liefern: so ließ Winckelmanjdie ab-geschikte Handschrift von Dresden nach Leipzig gehen.Jezo trat Walther mit einem schon aus den Drukerhaltenen Privilegio hervor/ worauf den Winckel-man die Handschrift wieder an sich zog. Eswar zu seinem Glllkez den er warf das ganze/ nichtgut genug entworfene Systema wieder um/ und schufein neues Werk. Im Jahre 1762/ da er bei dentraurigen KriegSumständen in Sachsen eine lange Ver-zögerung des Druks und das Ausbleiben der Bezah-lung/ ein Louisdor für den Böge»/ befürchte/ sosah er sich um einen Verleger in Hamburg um;^)gab endlich aber doch das Werk nach Dresden/ woes 1764 in Quarto an 'S Licht trat/ mit einer Dedi-kation an den Kurfürsten/ die aber demselben nichtmehr zu Gesichte kam/ ehe ihn der Tod übereilte.^')„Man saget/ (schreibt er an Muzel- Stosch/5)„ es habe viel Beifall gefunden; schmeichelt man„ mir aber/ so ist es nicht meine Schuld/ den ich
1) Vr. anGeßner, v. 17 Jan. 1761.
2) Ebendas.
3) Br. an Volkman, v. Jun. 1762.
4? Br. an Niedesel, v. 11 Jan. 1765.
S) 24 Man 1764.