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1 (1825)
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Biographie. cv.

Art/ wie er sich in Berg verliebt bekent/!) war eres auch in eine junge Tänzerin von 12 Jahren inFlorenz; und daß er gegen die Frau seines Freun-des Meng6 nicht kalt gewesen/ wird die Folgelehren.

Winckelmans reicher und durch die glüklichsteBeobachtung geschärfter Sin für Schönheit/ der sel-ten in so hohen Grade einem andern Menschen inge-wohnt/ umfaßte ohne Ausnahme alle Arten. Geselltesich in der höchsten Schönheit/ im Menschen/ zuder schönen Form noch eine edle Seele/ so fand feineBegeisterung keine Gränzen/ er war ihrer nicht mehrmächtig und sein ganzes Wesen verlor sich in demGegenstände mit Bewunderung/ Liebe und Hochach-tung. Aus dieser Quelle floß seine Entzilkung/ dieihn beim Anblikc des Kopfes der Pallas von höch-ster Schönheit wie versteinertes) und feinen lieb-lichen Faun zu küssen zwang; aus ihr feinekeusche Liebe zuBerg / seine Unruhe und Entrüstung/wen er mit Kälte glaubte behandelt zu sein; undaus ihr/ in Vereinigung mit den höchsten Begriffenvon der Freundschaft/ die völlige Hinopferung fürseine Erkornen. Diese Gesinnung ist etwas so Ho-hes / daß eS nicht Alle mit ihren Gedanken erreichenkönnen; aber so viel erhellet doch/ daß die grobeSittlichkeit daraus verbannet ist/ nnd man von sol-chen Freunden / wie Philipp us von denmitWun»den in der Brust gefallenen Thebancrn bei Chäronea/sagen kan: „Nur eine schändliche Seele argwöhnt/„daß unter ihnen schändliche Sitten herschten!"5)

t) Br. an Usteri/ V. 6 Aug. 176Z.

2) Bv. an Volkmail, v. t Dc«. i7SS.

3) Nr. an Niedesel, v. 16 Jul. Z764.

>t) Nr. an Schlabbrendorf, v. IS Sct. !765.

6) in c. iL.