I.XVI.
Winckelmanö
dem Könige, welcher vor dessen Hütte vorbeizog/ eineHand voll Wasser darbrachte/ weil er sonst nichtshatte/ und doch niemand vor dem persischen Groß- .Herrn mit leeren Händen erscheinen durste; da»dritte den SokrateS mit einem Porträtkopfe vonGemmen entlehnt/ wie er seine drei bekleidetenGratien/ die noch zur Zeit des PausaniaS amEingange der Akropolis zu Athen standen/ mit Hülfedes WasserkastenS/ wie Winckelman voraus-sezt/ arbeitet.
Es erschienen mehrere Übersezungen dieser Schrift/und äusserst vortheilhafte Beurtheilungen darüber.Z. B. „Wir wissen keine Schrift/ die in die-„ser Schreibart abgefaßt wäre; der Ausdruk„ist nachdruksvoll und körnig; man wird niemals„ ein Wort finden/ welches unnöthig wäre. — Man„ kaii diese Schrift niemals betrachten ohne neue„ Schönheiten zu entdeken / und ohne etwas dabei„zu lernen."Z) — „Winckelman ist den Lieb« '„habern der schönen Künste zu bckant/ (schreibt„ Klopstock als daß ich etwas zu seinem Lobe„ zu sagen nöthig hätte. Unterdeß wird es nicht„überflüssig sein/ Einige noch mehr in den Stand„ zu sezen/ ihn richtig zu beurtheilen. Ausser die-„ sein Zweke habe ich noch den/ ihm durch Kritiken„ meinen Beifall zu bezeigen. Ich weiß sehr wohl/„ daß um dieser Art des Beifalls einen rechten Werth
>) vsr. lüst. I. 2. plutarcli. init. >a
2) Br. an Ude», v. Z Jun. l755.
Z) Bibliotl,. der schön. Wissensch. ^ Th. 2 St.3^7 S. Die Recension ist wahrscheinlich von Weiße.
4) Beurtheilung der Gedanken n b. d. Nacliah- ^mung >c. im nordischen Aussetzer, ZTH.tZiiSt.3ZS S.