Biographie.
Zuflucht/ allein er konte sein Herz vor ihm dochnicht ganz ausschütten, l)
Durch die Lectüre und Arbeit «mßte er suchen,Fassung zu behalten/ da ihm selbst Spaziergänge dieVorstellung seiner Einsamkeit nur noch schreklichermachten. Die Gewohnheit wird zur andern Na-tur: troz der üblen Umstände seiner Gesundheit fander sich zur Zeit noch nicht weder in seinen Berufs-geschäften noch in seinem Stndiren gehindert. Erwundert sich sogar/ daß er mit einer ganz andernEinsicht sonderlich die Alten zu lesen angefangenhabe. „Den Homer allein/ sagt er/ habe ich die-„ sen Winter (i 766 — 6-Zl) dreimal mit aller Applica-„ tion/ die ein so göttliches'Werk erfordert/ gelesen.„ Vor der Zeit habe ich ihn beinahe nicht anders ge-„schmeket/ als Leute/ die ihn in einer prosaischen„ Übersezung gelesen. " — Seine Auszüge/ meistensGeschichte und Kunst betreffend/ wuchsen sehr an;er gab ihnen eine bessere Einrichtung/ als' sie bishergehabt/ schrieb sie sehr sanber und hielt sie für einengroßen Schaz. Physik/ Medicin und Anatomie hater um diese Zeit ebenfalls mit großem Fleisse studirt/und von besondern Nachrichten/ Anmerkungen undauserlesenen Werken eine zwar kleine aber rare Col-lectiv gemacht.
Er tritt zur katholischen Kirche über.
9^ach einem jahrlangen Ausbleiben machte Win-ckelm a n um Ostern 176^ endlich wieder einen Be--
t) Br. an Bercnds, V. 6 Jul. t754.
2) Ebendas.
Z) Ebendas.
-i) Ebendas.