Biographie.
XI.V.
ben; er will nur des Freundes Glük machen.Seinetwegen möchte er die Reise nach Rom/ seinhöchster Wunsch, unterlassen; für ihn/ nicht fürsich/ wünschte er die Gnade des Kurfürsten zu be-nüzen. 2) Aber es tritt nach dieser Fluth wiederEbbe ein, und so schwankt er beständig hin und her;doch selbst noch spät in Rom dachte er desselben mitvieler Bangigkeit des Krieges wegen: „Ich kan„ nicht anders als Theil nehmen an dem Jammer/„ in welchen dieses mir geliebte Land (Sachsen) ge-„ rathen ist. Aber mein Herz ist getheilet zwischen„ Erkcntlichkeit und Freundschaft/ und wen mein„Auge das' Land/ aus welchem mir Heil kömt/„beweinet/ so leidet mein Herz um einen Freund/„ welcher im nächsten Gefolge des VerbeererS ist.„ Ich könte dem Könige (von Preußen) nichts übles„wünschen/ daß es mich nicht/ aus Liebe zu mei-„ nem Freunde/ bald hernach/ so zu denken/ gereuen„sollte; einem Freunde/ den ich mir geschaffen/„ erzogen/ auf den ich die Kräfte meiner schönsten„ Jahre gewandt/ und den ich das hohe Glük einer„heroischen Freundschaft/ die wenigen bekant wor-„ den/ nur aber zu spät/ schmeken gelehrt. Ich„ lebte nur für ihn/ um bei ihm zu sterben. Viel-„ leicht lebt nur noch das Andenken von ihm! " ^)Als er im Jahre i76o seinem Freunde Muzel-Stosch in Berlin versprach/ Anmerkungen/ Er-klärungen und Verbesserungen zu der französi-schen Beschreibung der geschnittenen Steineaus dem Kabinet des Baron von Stosch initaliänischer Sprache für den König von Preußenzu verfassen/ wen dieser das erwähnte Kabinet kau-
j) Bv. an Berends, v. 12 Jul. 1754.
A Br. a» Berends, v. 17 Sept. 1754.
Z> Br. an Muzel- St.»sch, v. Nov. 1757.