Xl.II.
Winckelmanö
gab ihm zur Antwort: „ es sei besser/ weil man„ eS baar im Sake trage, l)
Der Cardinal Passionei schrieb WinckelmanS ^wegen ganze Briefe an den NuntiuS/ und in einemTone, als wen er einen gnten Freund erwartete:„ Bei seiner Ankunft solle er sogleich in seinem Pa-„ lais abtreten, ohne vorher in ein Wirthshaus zu„ gehen. Er/ der Cardinal/ wohne als SecretariuS„ Brevium dem päbstlichen Palaste gegenüber. W i n-„ckelman soll daselbst commodamente unterbracht„ werden. Er würde nichts an der bünauischen„ Bibliothek verlieren; die seinige sei die stärkste in„ Italien/ und eine der stärksten vielleicht in der„Welt; sie sei stark an 300,000/ und zwar cl<-lidii« scelü, Sie sei mit griechischen Manuftrivten so„ wohl versehen, daß er glanbe/ zu des Pater Mo nt-„faucons Qisee!, Zusäze machen zu
„ können. — ES sei zwar Gebrauch/ daß diejenigen/ »„ die bei einem Cardinal in Diensten stünden/ schwarz„ und » xei.il, oollel gingen; doch sollte Win'ckel-„man darin seine Freiheit haben. Jene Tracht„ verbinde ihn aber zu keinen geistlichen Verrichtun-„gen, den die Advocaten in Rom gingen selbst also„ gekleidet. "
Winckelman war entschlossen, zu reisen; aberweil jederman in Dresden von seinem vorhabendenÜbertritt wußte/ und man fast mit Fingern aufihn wieS/ so wünschte er sich bis zum lezten ActuSan einen Ort/ wo man ihn nicht kennete/ und da ernirgends mit weniger Unkosten und Unbequemlichkeitzu leben gedachte/ als in Potsdam bei seinem Lam-precht/ so nahm er sich vor/ dahin zu gehen.
»
tZ Bv. an Bevends, v, lZ Avr. 1753.
Z) Ebcndas.