Druckschrift 
1 (1825)
Entstehung
Seite
XXXV
Einzelbild herunterladen
 

Biographie.

XXXV.

daß er auch mit dem Jesuiten Pater Leo Rauch/l)des Königs Beichtvater/ angebunden; daß er von> Archinto an den 70 jährigen Cardinal Passionei/der eine große Bibliothek besaß/ als' ein Gelehrter/welcher vornehmlich der griechischen Sprache ganzmächtig sei/ empfohlen worden; daß Wi n cke lm a nkeinen Widerwillen geäussert/ zur katholischen Kircheüberzutreten/^) wen er nach Rom kommen sollte/und daß Passionei sich hierauf und auf die Em-pfehlung des Nuntius ohne Zögerung entschlossen/den Deutschen als Bibliothekar mit 3 Ducaten mo-natlich und freier Wohnung anzustellen; daß aberdiese Bedingungen zur Zeit noch von Archintoverschwiegen worden. Die griechische HandschriftWinckelmanS/ wovon sich der Cardinal ein Musterhatte kommen lassen / gefiel ihm dermaßen / daß er sichin dieselbe ganz verliebt zu haben schien/) Wirklichschrieb aber auch Winckelman stets' in sehr kern-hasten/ lesbaren und schönen Zügen/ sowohl Deutschals Latein und Griechisch.

Der Beichtvater des KönigS/ Pater Rauch/welchen Winckelman von Anfang her als einenehrlichen Jesuiten ansah/ und als den er sich denauch in der Folge bewährt hat/ machte ihm/ unterder conilitio sine 1,011 (des Übertritts)/ sichereHofnnng einer Zulage während seines Aufenthaltsin Rom. Er stellte ihm auch vor/ „daß er tüchtiger„ würde/ der Welt zu dienen/ folglich vollkomner;„als ein Christ ein vollkomner Christ." 5)

O So komt dieses Beichtvaters Name in dem tS §. deSVorberichts zu den Anmerkungen überdieBa u<kunst derAlten vor.

5 2) Br. an Berends, V. 6 Jan. t7ZZ.

Z) Br. an Berends, V. tZ Apr. 1753.

4) Br. an VerendS, v. 6 u.2S Ja». 175Z.

5) Br. an Berends/ v. 6 Jan. l75Z.