Druckschrift 
1 (1825)
Entstehung
Seite
XXXIV
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XXXIV. Winckclmanv

die Bibliothek zu Nötheniz, und fühlte sich sowohlgezwungen/ die Kentnisse Winckelmans/ der sei-nen Führer machte/ zu bewundern/ als dessen übles'Aussehen und körperliches Leiden zu bejammern.Er rieth ihm voll Theilnahme an, seine Lage zuverändern/ etwa eine Reise nach Italien zu versu-chen / wozu er ihm auf alle Weise behülflich seinwolle. Es fände sich ausser dem milden Klima sovieles von der Natur und Kunst/ das seinem aus-gezeichneten Geiste Nahrung und Erheiterung ge-währen könne. Winckelman/ dessen sehnlichsterWunsch es schon lange gewesen/ dieses mit alle»Schäzen bereicherte Land einmal zu besuche»/ kamdurch diesen Vorschlag beinahe ausser sich/ und rief:Italien sei das Ziel seiner Wünsche. DerNuntius lud ihn ein/ öfter sein Gast in Dresdenzu werden. Winckelman unterließ das nicht.In der Gesellschaft des Archinto traf er stetsmehrere Jesuiten an / katholische Geistliche eines ehe-maligen und nun wieder auflebenden Ordens/ derüberall den Hof römischer Nuntien ausmacht. Hierist ihm wahrscheinlich zuerst als eine vortheilhafteBedingung zur Ausführung seines Planes die Vor-stellung gemacht worden, daß er zur katholische»!Kirche übertreten möchte. Ob sonst Kunstgriffeangewendet worden/ ist unbekant. Gewiß ist es aber/

aus der mnndlichen Unterredung mit einem glaubwürdi-gen und vertrauten Freunde Winckelmans (S. 4.)»och im Gedächtnisse behalten hatte. In seinem Pro-gram von lS20, S. 26, nent er den Freund, vonwelchem er seine Nachrichten hatte; es war der MalerSser aus Dresden. Ich will das Factum getreulicherzählen; aber des Herrn Dvctor Gurlitts Manierin der Darstellung verlassen; den ste scheint nicht völligs'nik ira, et stlliill) zn sein.