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WinckelmanS
nach seiner eigenen Aussage im Anfänge von einerBibliothek nichts weiter gewußt hatte/ als daß sieeine Versainlung von vielen Büchernsei:so hat er der grävlichen dennoch die beste Einrichtung ^gegeben / und sie „durch einen systematischen Real-katalog, der ein unübertrefliches, aber leider un-„ vollendetes Meisterwerk ist/" berühmt gemacht.
Neben diesem Manne, welcher die Direetion führte/arbeitete nun Winckelman; doch hatte jeder seinabgesondertes Feld. Der neue Bibliothekar machteAuszüge zu dem nächst folgenden Theil der ReichS-Historie des Graven, und später legte er Handan den Katalog des Faches der deutschen Ge-schichte und des öffentlichen Rechts. Opus
iiiAens »o cliikusum!
Die beiden College» blieben übrigens einandermehrere Hahre fremd. Winckelman beobachteteeine gewisse Zurükhaltung und eine Höflichkeit ohneVertraulichkeit. Das Nämliche that sein AmtSbru- ^der Hinwider / und glaubte, eS müße ihn eine drittePerson / die neben ihnen arbeitete/ bei Winckel-man angeschwärzt haben. Endlich/ da diese Miß-traulichkeit fortdauerte/ obwohl sie täglich bei Tischund sonst zusammenkamen/ von Gegenständen derLiteratur mit einander sprachen, auch oft sehr mun-ter wurde»/ ergrif einst Franke einen schiklichenAnlaß / den Wunsch zu äusser«/ daß Winckelmangegen ihn doch frei und offenherzig handeln möchte.Dieses machte Eindruk; sie wurden vertrauter;
t) Siehe Adolf Eberts allgem. dibliograph. Lexi-kon.
2) Sie ist iezt mit der königlichen Bibliothek zuDresden vereinigt.
Z) Eberts Geschichte lc. der königl. Bibliothek >4» Dresden. Leivz. tS2t. S. S. 77. 2t6., (Note ItZ.)?IS, (Note IZt.) »»d 262.