Biographie.
.XXVII,
deuten NolteniuS zu Stendal/ das andere vondem Magistrate in Seehansen und das dritte vomZnspector Schnackenburg daselbst. Der Biblio-thekar Daßdorf/ Herausgeber eines' Theils derBriefe W i n cke lm a n 6 / besaß alle drei Zeugnisse,,und versichert/ daß sie von der Art gewesen/ wieman sie nur einem Manne ertheilen könne/ derganz seiner Pflicht gelebt habe.
Nachdem er das Reisegeld erhalten/ nahm erseinen Weg Stendal zu/ um seinen Vater nocheinmal zu sehen; eS war das leztemal. SeinemFreunde Uden überließ er die sämtlichen mühsamerworbenen Bücher/ weil er diese mm in Überfluß«mtraf/ und bat ihn/ dieselben so gnt als möglichzu verkaufen/ und aus dem erlösten Gelde demlieben Alten wöchentlich etwas Gewisses zu verab-folgen. Sollte derselbe sterben / so möchte er ihnehrbar zur Erde bestatten lassen.^)
Er ist bei der Bibliothek des Graven von Bünaui» Notheniz, unweit Dresden, angestellt.
Äer Grav Heinrich von Bünaii/ im Jahre^697 zu WcissenselS in Sachsen geboren/ ein er-fahrner StaatSmari/ hatte auf seinem Landgute zuNotheniz bei Dresden eine Bibliothek angelegt/welche in Ansehung der Vollständigkeit und Schön-heit in ganz Europa nicht leicht ihresgleichen unterPrivatsamlungen fand. Hier war schon seit demJahre 1I 0 h a n M i ch a e l F r a n k e / der in W i n>ckelmanS Geburtsjahre zu Ebersberg zur Welt ge-kommen/ als Bibliothekar angestellt. Obwohl er
1) Note zum Br. Winckelmaiis v. 28 Jul. I74S.
2) Eurlitts Program von 1S20. S. 22 — 2Z.