Druckschrift 
1 (1825)
Entstehung
Seite
XXVI
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XXVI,

WmckclmanS

wo seine literarischen Talente einen größern undedlern Spielraum fänden. Bei einem kurzen Auf-enthalt in Halle hörte er von den Vorkehrungenund Arbeiten/ die der Grav von Bünau in seiner >großen Bibliothek zu Nötheniz bei Dresden vorneh-men lasse/ und am 16 Juni 1/^8 trug er demsel-ben in einem Schreiben von Seehausen aus seineDienste an. Diesesmal sollte seine Erwartung nichtleer ausgehen; der Grav schrieb ihm den 1 Juli vonDahlen aus/ daß er Lust hätte/ zu den zwei Biblio-thekaren/ die schon in seinem Dienste wären/ nocheinen dritten anzustellen/ um einen Gehülfen beiden Samlungen und Auszügen für feine Neichs-historie zu erhalten; wen er/ wie die andern,mit freier Wohnung/ Tafel und einem jährlichenGehalt von 50 bis «0 Thalern zufrieden sein wolle/und ihm über sein Alter/ Studium und seine bis-herigen Anstellungen mehr Aufklärung gebe. Werivar glüklicher als Winckelman; er drükte in fei- 'ner angeborncn Lebhaftigkeit den Brief an Mundund Herz; schrieb in lateinischer Sprache eine aus-führliche Nachricht von seinem Leben / und entschloßsich sodan aus die unter dem 20 Juli wirklich er-gangen« Einladung des Graven/ (obwohl ihn diesernoch auf den Unterschied zwischen einer lebens-länglichen Anstellung/ die er in Seehausen habe/und einer einstweiligen/ wie er nun bekomme/aufmerksam machte/) ohne Verzögerung sich reisefer-tig zu halten/ und bis September in Nötheniz ein-zutreffen. 2)

Bor seinem Abzüge ließ er sich noch drei Zeugnisseausstellen; das eine von dem General-Superinten-

j) Br. des GraVen Von Biinau, v. 5 Jul. l74S. >

2) Briefe Winckelmans und des Gvaven von Buna«,-

v. Juii, u. Jul. 174S.