Biographie.
IX.
Überreste aufgesucht haben; und wen es wahr ist/daß in der dortigen Schulbibliothek noch einige vonikm gefundene Urnen aufbewahrt werden/ ') so istMichael Hubers Vermuthung/ daß diese Erzäh-lung vielleicht erst entstanden sei/ als er schon einso großer Altertumsforscher gewesen/ widerlegt.Allen Nachrichten zufolge ist feine Begierde/ Reisenzu mache»/ bei ihm sehr früh erwacht. Italienwünschte er feiner Altertümer und Kunstwerke we-gen zu sehen: und um die erhabnen Ruinen Ägnv-tens zu besuchen/ hätte er sich gerne dazu verstan-den/ einen Pilgrimsrok anzuziehen.^)
In seinem 16 Jahre/ (17Z6) ging er nachBerlin/ um seine Studien an dem cölnischenGymnasium daselbst fortzufezen. Der NectorBacke/ an den er von dem braven Tappert em-pfohlen war/ gab ihm Herberg/ und der PastorKühze that ihm sonst Gutes. Er gedachte diesesWohlthäters in dem Briefe an Uden vom 2g März4766/ iknd nach Verstuß von 60 Jahren noch/ da erihm feine Erkentlichkeit durch Herrn, Professor Sul-z er melden ließ. ^) Wen er Gelegenheit hatte / so be-suchte er hier die Vorlesungen der Akademie derschönen Wissenschaften. — Als um diese Zeitbekaut wurde/ daß die Bibliothek des berühmtenFabricins in Hamburg versteigert werden sollte/hegte er ein großes Verlangen/ einige der vortref-
1) Gnrlitts Program Von <S2t/ S. 5.
2) über alles dies findet man die Belege in Gnrlitt»Pr 0 gram m e n.
Z) Die Nichtigkeit dieser Angabe erhellet aus Winckel-maiis Brief au L. Ust eri, v. 20 Febr. t76Z.— DoctorUdens Augabc iu Gurlitts P r 0 g r a m von l820, S.2^ : „ So lebte er allhier cin Stendal) i7.^i, Z-i und„ ZZ," ist daher falsch/ wie jene von Feruow, S. ll
^ Nachschrift des eben erwähnten Briefes.