Fragment.
merke« ist/ zu den öffentlichen Gebäuden/ und vor-nehmlich zu den Tempeln.
ß. Von der Form und Anlage bürgerlicherHäuser kan ich aus den Entdekungen der durch denVesuvius verschütteten Städte einige Nachrichtenmittheilen. Es waren die Wohnungen daselbstmehrentheilS in's Gevierte gebauet/ so vaß sie eineninnern Hof (cornle) einschloßcn/ um welchen herumdie Zimmer gingen. In diesem Hofe der gemeinenWohnungen war oben ein breiter Vorsprung vonBrettern gcmachet/ um unter demselben vor derTraufe bedeket zu gehen/ so wie auch im alten Nomdie Traufen an den mehresten Häusern / nach demVitruviuS/ von Brettern gewesen sein müßen.Ein solcher Hof hieß daher i«!s>luviuin, vonunter freiem Himmel.
Z. -56. Der Haupteingang eines Palastes von deralten Stadt Stabia führete in einen Flur (v<-suk»lui»),welcher insgemein rund war/ wie derselbe in demPalaste des Diocletianus zu Spalatro ist/ wodas Licht von oben in denselben fiel. In jenemwar eine vierseitige Cisterne/ deren Dach auf vierSäulen ruhete. Von hier ging mau in die Stu-fen/ die aber nicht in gerader Linie auf den Ein-gang stießen/ sondern seitwärts waren. Um dieStufen war ein Wassercanal geleitet. Aus demVestibulo ging man in das Atrium/ welches der ge-räumigste Saal in dem Palaste der Alten war; und^ so wie jeneS/ das Vestibuluni/ den Gottern gewid-met wurde/ so war dieses mit den Bildnissen derVoreltern ausgezieret. An dem dio c le ti a n i sch enAtrio ging man in den Kryptoporticus/ welcher >517englische Fuß lang war/ nach den neuesten Ent-' dckungcn des Herrn Adams. Längs dem Atriowaren hier auf beiden Seiten fchmale Gänge/ wel-! Wiiickclmai,. Z. 22