Baukunst der Alten.
Fugen mit goldenen Leistchen beleget. S c a«inozzi gibt vor/ und will bemerket haben, daß die Stei-ne des Coliseo zu Nom an ihren äusseren Seiten nichteher bearbeitet worden/ bis ste selbst auf beiden Sei-ten genau eingefüget/ im Werke geleget waren/ unddaß die äussere Poliruug alsden allererst geschehensei; daher/ saget er/ komme es/ daß die Pfeiler wieaus einem einzigen Stüke gemachet scheinen. Ichwill ihm weder beipflichten/ noch ihn widerlegen.
§. 27. ES ist bekant/ daß an andern Gebäudendie großen Steine auch mit eingelötheten Klammerninnerhalb auf einander befestiget sind/ welche son-derlich zum Marmor von Metall genommen wurden;den das Eisen verursachet an demselben Rostfleken.Dieses siehet man am deutlichsten an der unterenPlatte eines Pilasters des Porticus von dem vermei-neten Tempel deSSerapiS zu Pozzuolo/ wo zweenmetallene Stäbchen (i>c,ni) hervorstehen/ auf welchedie andere Platte eingesezet war. Alberti hatauch sogenante Klammern oder Keile von Holz inalten Gebäuden gefunden/ 2) und eben dieftS hatHerr Le Noy in den Trümmern eines Tempels imattischen Gebietes) und einer meiner Freunde/ HerrNobert Mylne aus Schottland/ an einem große»Steine vom gedachten Tempel des Jupiters zuEirgenti bemerket.
§.28. Die Stadtmauern aus großen Steinenwurden ebenfalls ohne Mörtel aufgeführet. Einbesonderes Werk ist ein Theil der Mauern um F o »-di im Königreiche Neapel: es bestehet dieselbe ausgroßen weissen Steinen/ deren äussere sowohl als dieinneren Flächen glatt beHauen sind, aber sie sind
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2) I. Z. c. 11, x. 80.
Z) la I>. 1. x. 4.