.4s6 Baukunst der Alten.
chcr aus' Kieselsteinen bestehet/ die mit einem Mörtelverbunden sind/ welcher so hart ist/ als die Steineselbst/ welches Belon auch von den Cisternen zuBncephala saget.
§. t6. Beide Arten Puzzolana werden gleich-sam zu Stein / und sonderlich im Wasser/ wie auchdie alten Scribenten anzeigen. 2) Plinius meldetvon der Puzzolana in dem Baue des Hafens zuOstia. 2) Ja/ der Mörtel wird härter als dieSteine selbst/ welche er verbindet. Dieses siehetman an den Trümmern der Gebäude am Gestadedes MeerS/ welche bis in das Wasser hinein ge-bauet sind/ zu Pozzuolo/ Baja und in dieserganzen Gegend/ ungleichen zu Porto d'Anziv/dem alten Antium/ wo die alten Pfeiler/ welcheden Hafen macheten und einschloßeii/ so wie jeneGebäude/ vou Ziegeln gebauet sind. Mit Puz-zolana macheten die Alten in und um Rom ihreStraßen und Wege/ welches noch izo geschiehet.
ß. 17. Die Lagen der Puzzolana gehen tiefin die Erde/ und zuweilen an achtzig Palmen; ganzRom ist untergraben/ diese Erde herauszuholen/und diese Gänge gehen viele Meilen weit/ undsolche Gänge sind die Ka takomben. Da der Grundzu dem Palaste in der Villa des Herrn CardinalSAlexander Albani gegraben wurde/ fanden sichdrei solche Gänge über einander/ daher man genö-thiget war/ mir dem Fundamente noch tiefer hinun-ter zu gehen/ und es ist dasselbe über achtzig Pal-men tief geleget.
Z. i s. Den Kalk mußten einige Provinzen unterden römischen Kaisern als einen Theil ihrer Ab-
1) Ok-ierv. I. i. ck. 67.
2) 8<?neL. nat. <zuN8t. I. Z. c. 20. ?Iui. I. )ü. c. t3. ^seet.
47-Z
3) i6> l^c.40. scct. 76, n> 2.Z