432 Baukunst der Alten.
tiius/ welchen man anführet/ redet von numidk-sch em Marmor und von den ersten Thürschwellenaus demselben/ aber er behauptet an eben dem Orte,daß man vor des ZlugustuS Zeiten in Italien nochnicht verstanden habe, den Marmor zu sägen/ wel-ches' kaum glaublich scheinet. Unterdessen hat derMarmor in einem Werke aus der Zeit der Republikohne Säge können gearbeitet werden; und dieses istdie Pyramide des CajuS CestiuS. Von den ältestengriechischen Inschriften wissen wir, daß sie in grobabgehauenem Marmor waren. Wen die Säulen vonTravertino sind/ so haben sie eine dünne Bekleidungvon GypS/ uin die löcherichten Stellen zu bedekeii/und dieses siehet man an den Säulen der Kirchevon S- Maria Egizziaea zu Nom/an dem sogcnaii-ten Tempel der Sibylle zu Tivoli/ und an demTempel zu Cori,
§. ii. Zu den Materialien von Stein gehörenauch die Schlaken (Pomiee) des VesnviuS/ und einschwarzer steinichter GrieS/ welcher Napillo Heisset.Diese Schlaken sind dunkelroth oder braunroth/ undmanche sind den Eisenschlaken ähnlich in der Farbe,sie sind durchlöchert und leicht wie ein Schwani/dem sie auch ähnlich sehen. Diese Schlaken/ welcheder Schaum von der feurigen Materie des VesuvinSsind/ unterscheide« sich von dem Bim ssteine/welcherauch Pomice Heisset/ ebenso leicht/ aber von kleine«ren Löchern und weiß ist. Dieser findet sich nichtans dem VesnviuS/ sondern an den Ufern des mit-telländischen MeereS/ und häufig bei Neapel undPozzuolo; daher sehr wahrscheinlich ist/ daß derselbevon dem Ätna in Sicilien komme/ und durch dasMeer/ weil er wegen seiner Leichtigkeit schwimmet,
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