Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
477
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Fragment.

Gemäuer groß gemachet; ihre Dike ist niemals übereinen starken Zoll/ ste stnd aber drei bis vier Pal-men grosi/ von welchen auch VitruviuS redet/ unddieneten sonderlich zu Bogenwerken.

Z. 6. Die ersten Steine zu Gebäuden der Rö-mer waren diejenigen / welche am leichtesten gebro-chen werden/ nämlich der Tnfv/ und derjenige/ wel-cher der albanische Stein hieß. Der Tufo istnichts anders/ als eine leicht versteinerte Erde/ undist tl,eils schwarzgraulich/ theils rötblich; es ist derSteiii/welcher beim VitruviuS der rothe SteinHeisset/>) dem Perranlt aber unbekaut war. Die-ser Stein wird unter der Erde gegraben und gehauen/izo nur in kleinen StükeN/ wie sie die Hake bricht/vor Alters auch in Ouaderstüken/ mit welchen dieGrundlagen der Gebäude gemachet wurden: izo die-net dieser Stein zum Ausfüllen in Grundlagen undan Gewölbern; den in der freien Luft tauget der-selbe nicht. Bei Neapel wird ein weißlicher Steingebrochen/ welcher ebenfalls eine Art Tufo und soweich ist / daß er mit der Axt kan bearbeitet wer-den. Der ganze Berg/ an welchem Neapel lieget/ist ein solcher Stein/ und er wird daselbst zum Un-terschiede von härteren Steinen clolee ge-nennet. Es ist derselbe in ziegelmäßiger Horm undGröße gehauen/ wie noch izo gebräuchlich ist/ anvielen Trümmern der verschütteten Stadt Pomvejizu scheu / sonderlich an den Grabmälern dieserStadt / an den Hügeln längs der Straße / welchenach Salerno gehet. Die ineliresten Gebäude zuNeapel sind ans diesem Steine gebauet/ auch dieGebäude zu Baja und zu Misenum, die Tempel da-selbst ausgenommen. Von Gebäuden aus solchen

1) 1^. 2. c. 7.

2) Vilruvez x. 40. n. 1. cäil. 1664.